Flos
Leuchten aus Italien, die einen Namen tragen
Flos. Leuchten aus Italien, entworfen von Castiglioni, Scarpa, Starck und anderen. Ich kaufe sie an, vom Einzelstück bis zur Sammlung.
Flos. Leuchten aus Italien, entworfen von Castiglioni, Scarpa, Starck und anderen. Ich kaufe sie an, vom Einzelstück bis zur Sammlung.

Was eine Flos Leuchte wert ist, hängt am Modell, an der Ausführung, am Zustand und daran, ob es ein Original aus Italien oder ein Nachbau ist. Bei Design Diefenbach in Wiesbaden ordne ich Ihre Leuchte nach zwei Fotos ein, eines vom ganzen Stück und eines vom Fuß oder vom Etikett, und nenne danach eine begründete Zahl. Sichtung und Einordnung kosten nichts.
Flos ist ein Leuchtenhersteller aus Italien, gegründet Anfang der sechziger Jahre in Meran und bald darauf nach Brescia gezogen. Der Ruf des Unternehmens kommt aus den ersten Jahren: die Brüder Achille und Pier Giacomo Castiglioni und Tobia Scarpa entwarfen Leuchten, die heute in Museen stehen und zugleich in Wohnzimmern hängen. Später kamen Philippe Starck, Jasper Morrison, Antonio Citterio, Konstantin Grcic, Marcel Wanders, die Brüder Bouroullec und Michael Anastassiades dazu.
Für den Ankauf ist eines wichtig: Flos baut viele Klassiker bis heute. Eine Arco von heute und eine aus den siebziger Jahren sind dasselbe Modell, aber nicht dasselbe Stück. Das Alter ist deshalb kein Makel, sondern die Frage, die bei der Einordnung zuerst kommt.
Nicht jede Flos Leuchte hat einen Gebrauchtmarkt. Diese haben einen.
Arco. Die Bogenleuchte der Castiglionis: ein Block aus Carrara Marmor, ein Bogen aus Edelstahl in drei Segmenten, ein gelochter Reflektor aus Aluminium. Sie ist das meistgesuchte und zugleich das meistkopierte Modell des Hauses. Das Loch im Marmor, durch das ein Besenstiel zum Tragen passt, gehört zum Entwurf und ist kein Schaden.
Parentesi. Ein Stahlseil von der Decke zum Boden, daran ein gebogenes Rohr mit Strahler, das sich ohne Werkzeug verschieben lässt. Entworfen von Achille Castiglioni mit Pio Manzù, ausgezeichnet mit dem Compasso d'Oro. Gefragt ist sie mit dem Gewicht am Seilende und unversehrtem Seil.
Toio, Taccia und Snoopy. Drei Castiglioni Entwürfe aus vorgefundenen Teilen: Toio mit Autoscheinwerfer und Angelrutenringen, Taccia mit gläserner Reflektorschale auf einem Aluminiumfuß, Snoopy mit Marmorfuß und emailliertem Reflektor. Bei Taccia macht es einen Unterschied, ob die Schale aus Glas oder aus Kunststoff ist.
2097. Der Kronleuchter von Gino Sarfatti, ursprünglich bei Arteluce und seit der Übernahme dieser Marke bei Flos. Mit dreißig oder fünfzig Armen, in Messing oder Chrom. Fehlende Arme und ersetzte Fassungen fallen bei der Einordnung sofort auf.
Biagio, Foglio, Papillona. Tobia Scarpas Entwürfe: Biagio als Tischleuchte aus einem Block Marmor, Foglio als Wandleuchte aus gebogenem Blech, Papillona als Stehleuchte mit Flügeln aus Glas. Weniger bekannt als die Arco, bei Sammlern aber fest im Blick.
Miss Sissi, Ara, Romeo Moon. Philippe Starcks Leuchten für Flos aus den neunziger Jahren, klein, verspielt und in großer Zahl gebaut. Sie tauchen oft im Nachlass auf und sind einzeln eher Beiwerk, mit Originalkarton etwas mehr.
Glo-Ball, Aim, Skygarden, IC. Jüngere Entwürfe von Jasper Morrison, den Bouroullecs, Marcel Wanders und Michael Anastassiades. Sie sind nicht selten, aber gesucht, besonders Aim als Gruppe aus mehreren Pendeln und Skygarden mit dem Gipsrelief im Schirm.
Kelvin, Tab, Bellhop, Mayday. Arbeitsleuchten und kleine Tischleuchten, oft schon mit LED. Einzeln sind sie für den Gebrauchtmarkt Nebenstücke, als Posten aus einem aufgelösten Büro werden sie interessant.
Das Modell und seine Zeit. Ein Castiglioni Entwurf aus der Frühzeit hat einen anderen Markt als ein Modell aus dem aktuellen Katalog. Bei Arco, Taccia und Parentesi zählt, aus welchem Jahrzehnt das Stück stammt.
Die Ausführung. Marmorsorte, Oberfläche des Bogens, Glas oder Kunststoff, Messing oder Chrom, Halogen oder LED. Dieselbe Leuchte gibt es in Ausführungen, die Jahrzehnte auseinanderliegen, und die alte ist oft die gesuchtere.
Der Zustand. Bei Metall: Kratzer, Dellen, Rost am Fuß. Bei Marmor: Kanten und Risse. Bei Glas: Sprünge und Trübung. Und die Elektrik: alte Kabel und Fassungen sind kein Ausschluss, gehören aber in die Einschätzung, weil sie ersetzt werden müssen.
Die Vollständigkeit. Transformator, Gegengewicht, Glasschale, Diffusor, Aufhängung, Originalschrauben. Was fehlt, muss beschafft werden, und für ältere Ausführungen ist das nicht immer möglich.
Original oder Nachbau. Bei kaum einer Marke ist der Unterschied so groß wie bei Flos, weil die Arco seit Jahrzehnten nachgebaut wird. Deshalb bekommt das Thema hier einen eigenen Abschnitt.
Ein Original trägt in der Regel eine Kennzeichnung: ein Etikett oder eine Prägung mit dem Namen Flos, oft mit dem Zusatz Made in Italy, am Fuß, im Reflektor oder am Fassungsgehäuse. Bei älteren Stücken kann das Etikett fehlen, dann entscheiden Material und Verarbeitung.
Bei der Arco sind es drei Stellen. Der Marmorblock ist ein einziges Stück mit gefasten Kanten und dem durchgehenden Loch, kein Kunststein und kein Verbund. Der Bogen ist satiniert, nicht spiegelnd verchromt, und die drei Segmente sitzen stramm ineinander. Der Reflektor hat ein feines Lochmuster und lässt sich in der Höhe verstellen.
Bei Parentesi verrät das Gewicht am Seilende viel: beim Original ist es ein schwerer, sauber gedrehter Zylinder. Bei Taccia ist die Glasschale dickwandig und schwer, der Fuß aus Aluminium und nicht aus lackiertem Blech.
Ein Nachbau ist kein Ankaufsgegenstand für mich. Das sage ich gleich nach den Fotos, ohne dass Sie das Stück erst abhängen und einpacken müssen.
Für Modelle, die Flos noch baut, gibt es Ersatzteile vom Hersteller: Fassungen, Diffusoren, Glasschalen, Transformatoren. Für Ausführungen, die seit Jahrzehnten aus dem Programm sind, gibt es sie nicht, und dann entscheidet der Zustand der Originalteile über den Wert.
Zwei Dinge bitte nicht: den Bogen der Arco polieren, weil die satinierte Oberfläche dann weg ist, und einen Marmorfuß mit Riss kleben lassen, weil der Riss sichtbar bleibt und die Reparatur die Einordnung erschwert. Lassen Sie das Stück, wie es ist, und schicken Sie mir ein Foto von der Stelle.
Sie brauchen keinen Modellnamen. Zwei Fotos genügen: eines vom ganzen Stück im Raum, eines von der Stelle, an der ein Etikett oder eine Prägung sitzen könnte, also Fuß, Fassung oder Innenseite des Reflektors.
Dazu drei Angaben, so gut Sie sie wissen: ob die Leuchte funktioniert, seit wann sie in der Familie ist, und ob etwas fehlt oder ersetzt wurde. Wenn Sie den Namen kennen, umso besser. Wenn nicht, finde ich ihn.
Wer eine Wohnung auflöst, sieht das Sideboard und den Sessel und übersieht die Leuchte, die seit Jahrzehnten über dem Esstisch hängt. Bei Flos ist das ein teurer Fehler: eine Arco oder eine 2097 aus den siebziger Jahren ist oft das wertvollste Stück im Raum, und sie wandert als Erstes in den Container, weil sie an der Decke hängt und niemand sie abnehmen mag.
Mein Laden Design Diefenbach in der Nerostraße in Wiesbaden ist ein kuratierter Designhandel mit Galerie, und Leuchten gehören dort seit 1999 zu meinem Schwerpunkt. Deshalb kaufe ich eine Flos auch dann an, wenn nur noch sie übrig ist und der Rest der Einrichtung schon weg ist. Wie der Ankauf von Leuchten im Ganzen abläuft, steht auf der Seite Designerlampen Ankauf. Verwandte Marken, die ich ebenfalls führe: Artemide aus Mailand und die PH Leuchten von Poul Henningsen aus Dänemark. Alle stehen unter Marken und Gestaltern.
Das hängt am Modell, an der Ausführung, am Zustand, an der Vollständigkeit und daran, ob es ein Original ist. Eine Arco der Castiglionis aus den siebziger Jahren steht anders da als eine Tischleuchte aus dem aktuellen Katalog. Ich nenne die Zahl nach Fotos oder vor Ort und erkläre, wie sie zustande kommt.
Ja, wenn Material und Verarbeitung stimmen. Ältere Stücke haben ihr Etikett oft verloren, das ist kein Ausschluss. Ich sehe mir Marmor, Bogen und Reflektor an und sage Ihnen, ob es ein Original ist. Ein Nachbau kommt dabei ebenso ans Licht, und auch das sage ich Ihnen offen.
Meist ja. Kabel, Fassung und Transformator sind bei den meisten Modellen ersetzbar, und das gehört in meine Einschätzung, nicht in Ihre Werkstattrechnung. Bitte lassen Sie nichts umbauen, bevor ich die Leuchte gesehen habe: ein neu verkabeltes Original mit falscher Fassung verliert mehr, als die Reparatur kostet.
Ja, im Rhein Main Gebiet bis etwa 120 Kilometer um Wiesbaden mit eigenem Fahrzeug. Einen Kronleuchter wie die 2097 nehme ich nach Absprache selbst ab, damit keine Arme verbogen werden. Für einzelne Tischleuchten genügt oft der Versand oder der Weg in die Nerostraße, das besprechen Sie am besten mit mir am Telefon.
Schicken Sie zwei Fotos, eines von der ganzen Leuchte und eines vom Fuß oder Etikett, dazu ein paar Zeilen, seit wann sie bei Ihnen ist. Sie erreichen mich telefonisch täglich von 8 bis 21 Uhr, per WhatsApp oder über das Formular auf der Kontaktseite.