Vom Ölbild bis zur Radierung
Ölgemälde und Aquarelle des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts, Zeichnungen und Pastelle, Druckgrafik aus allen Zeiten, Bronzen und Plastiken aus Holz und Stein, Wandreliefs, dazu Kunst aus Glas und Porzellan, wenn sie von einem Künstler stammt: Vasen und Skulpturen aus Murano, die Künstlereditionen der Rosenthal Studio Linie. Die Epoche entscheidet nicht darüber, ob ein Werk zu mir passt, sondern ob es einen Namen, eine Handschrift oder einen Zusammenhang hat.
Für Werke ab der Nachkriegszeit, bei denen Auflage und Drucktechnik die entscheidenden Fragen sind, gibt es die Seite Moderne Kunst verkaufen, für einen Nachlass mit Bildern, Möbeln und Leuchten die Seite Sammlungen und Bestände. Diese Seite ist der breite Eingang, vom Ölbild der Großeltern bis zur Mappe mit Radierungen aus dem Keller.
Welche Kunst ich ankaufe
- Gemälde
- Zeichnungen und Grafiken
- Druckgrafik und Editionen
- Skulpturen und Objekte
- Glaskunst und Keramik
- Sammlungen und Nachlässe
Worauf ich bei der Einschätzung achte
- Künstler und Signatur
- Technik und Ausführung
- Motiv und Format
- Zustand und Erhaltung
- Herkunft und Provenienz
- Rahmung
- Editionsgröße bei Grafiken
- aktuelle Nachfrage
Wer Kunst ankauft, und was das für Sie heißt
Vier Wege, jeder mit seinem Preis. Ein Auktionshaus nimmt das Werk in Kommission, setzt einen Termin, zieht Gebühren vom Erlös ab und gibt es zurück, wenn es nicht verkauft wird; das dauert Monate und lohnt sich bei bekannten Namen. Eine Galerie nimmt nur, was zu ihrem Programm passt, und zahlt nach dem Verkauf. Eine Plattform im Netz lässt Sie selbst fotografieren, beschreiben, verhandeln und versenden.
Ein Händler kauft direkt, zahlt bei Übergabe und trägt das Risiko des Weiterverkaufs; dafür liegt sein Betrag unter dem, was ein guter Auktionstag bringen könnte. Der Unterschied zwischen Händlern liegt darin, ob sie Ihnen sagen, was Sie haben, oder nur, was sie zahlen. Und ob sie ehrlich sagen, wenn ein Werk bei einem Auktionshaus besser aufgehoben wäre. Das tue ich.
Signatur und Zuschreibung: was ein Name auf der Leinwand sagt
Eine Signatur steht meist unten rechts oder links, manchmal als Monogramm, manchmal nur auf der Rückseite. Ein Name ist ein Anfang, kein Beweis: Signaturen wurden hinzugefügt, Werkstattbilder tragen den Namen des Meisters, und manche gute Maler sind heute so unbekannt, dass der Name nichts sagt und das Bild alles.
Deshalb unterscheide ich Stufen der Zuschreibung, wie im Handel üblich: signiert und belegt, zugeschrieben, aus dem Umkreis, aus der Schule, in der Art. Jede Stufe ist ein anderer Markt.
Die Rückseite erzählt mehr als die Vorderseite
Auf der Rückseite eines Gemäldes sitzen die Spuren seines Wegs: Etiketten von Galerien und Ausstellungen, Stempel eines Nachlasses, Inventarnummern in Kreide, der Zettel des Rahmenmachers. Der Keilrahmen zeigt an Holz und Nägeln, ob das Bild je neu aufgespannt wurde. Fotografieren Sie die Rückseite ganz, auch wenn sie nur nach Staub aussieht, und entfernen Sie nichts: ein halb abgelöstes Etikett ist ein Beleg, ein abgezogenes ist keiner.
Zustand: was Sie sehen und was Sie lassen sollten
Bei Ölbildern gehören ein vergilbter Firnis, feine Risse in der Farbschicht und etwas Staub zum Alter. Ein Riss in der Leinwand, eine Delle, eine fremde Übermalung oder Farbe, die sich schüsselförmig hebt, sind mehr und gehören ins Foto. Alles davon ist ein Fall für die Restaurierung, nicht für den Ausschluss.
Bitte nichts reinigen, keinen neuen Firnis auftragen, keine Farbe ausbessern und das Bild nicht aus dem Rahmen nehmen: Haushaltsmittel nehmen der Farbschicht mehr, als sie zurückgeben, und ein alter Rahmen kann einen eigenen Wert haben, auch ein beschädigter.