Modeschmuck verkaufen
nach Gestaltung, nicht nach Gewicht
Ein Kästchen voller Ketten ist kein Materialwert. Ich kaufe Modeschmuck an, der nach Gestaltung und Herkunft zählt, einzeln oder als ganze Sammlung.
Ein Kästchen voller Ketten ist kein Materialwert. Ich kaufe Modeschmuck an, der nach Gestaltung und Herkunft zählt, einzeln oder als ganze Sammlung.

Modeschmuck verkaufen Sie in Wiesbaden bei Design Diefenbach in der Nerostraße 10, einem kuratierten Designhandel. Dort ordne ich, Dirk Diefenbach, Schmuck nach Modehaus, Hersteller, Epoche und Zustand ein und nicht nach dem Gewicht des Metalls. Zwei Fotos genügen mir für die erste Einschätzung, danach nenne ich eine begründete Zahl; Sichtung und Einordnung kosten nichts, und Sie entscheiden, ob Sie verkaufen.
Bei Goldschmuck entscheidet die Waage, bei Modeschmuck die Hand, die ihn entworfen hat. Eine Kette aus vergoldetem Messing mit Glassteinen hat als Metall keinen Wert, als Entwurf eines Modehauses aus den siebziger Jahren sehr wohl. Genau deshalb landet gestalteter Schmuck beim Ankauf nach Gewicht regelmäßig in der falschen Schale: eingeschmolzen wird, was niemand erkennt.
Ich kaufe keinen Schmuck nach Materialwert. Wer Gold oder Silber verkaufen will, ist bei mir an der falschen Adresse, wer ein gestaltetes Stück hat, an der richtigen.
Signierte Stücke. Ketten, Broschen, Ohrclips, Armreifen und Colliers, die auf der Rückseite oder am Verschluss den Namen eines Modehauses oder eines Herstellers tragen. Die großen Pariser Häuser haben seit den zwanziger Jahren Schmuck zu ihren Kollektionen entwerfen lassen, die amerikanischen Hersteller der Nachkriegszeit haben ihn in Serie gebaut. Beides hat heute Sammler, die nach Namen und Jahrgang suchen.
Unsignierte Stücke mit Handschrift. Nicht jeder gute Entwurf trägt einen Namen. Ein Collier aus geschliffenem Glas in einer ungewöhnlichen Fassung, ein Armband aus Bakelit, eine Brosche aus den fünfziger Jahren mit sauber gesetzten Steinen: das erkenne ich an der Verarbeitung, nicht am Stempel.
Ganze Sammlungen. Wer über Jahrzehnte Schmuck zur Kleidung gekauft hat, hinterlässt selten ein einzelnes Stück, sondern Schachteln. Ich sehe die Sammlung als Ganzes an, sortiere nichts vorab aus und sage Ihnen, was darin zählt und was nicht. Liegt daneben noch Porzellan der Rosenthal Studio Linie oder eine Vase aus Muranoglas, sehe ich mir das im selben Zug an.
Was zum Schmuck oft dazugehört, kaufe ich ebenfalls: Designermode aus derselben Zeit, und bei einem Nachlass den übrigen Bestand, wie es auf der Seite Sammlungen und Bestände beschrieben ist.
Der Name. Ein Modehaus oder ein Hersteller mit eigenem Sammlermarkt ist der stärkste Hebel. Die Signatur sitzt meist auf einer kleinen Platte an der Rückseite, am Verschluss oder an der Nadel der Brosche, oft winzig und abgerieben.
Die Epoche. Schmuck aus den zwanziger bis achtziger Jahren ist gesucht, wenn er die Zeit zeigt, aus der er stammt. Ein Stück, das aussehen soll wie echter Schmuck, ist weniger interessant als eines, das offen Modeschmuck ist und daraus etwas macht.
Der Zustand. Vergoldung an den Kanten abgerieben, ein fehlender Stein, ein ersetzter Verschluss: nichts davon schließt aus, alles davon gehört in meine Einschätzung. Angelaufenes Metall ist dagegen kein Schaden, sondern Alter.
Die Vollständigkeit. Ein Paar Ohrclips ist mehr wert als ein einzelner, ein Set aus Kette, Armband und Brosche mehr als die drei Teile getrennt. Die Originalschachtel eines Modehauses hilft, wenn sie noch da ist.
Der häufigste Fehler vor dem Verkauf ist gut gemeint: der Schmuck wird geputzt. Polierpaste nimmt die dünne Vergoldung mit, Ultraschall löst geklebte Steine, ein Silberbad greift Perlmutt und Glas an. Lassen Sie den Schmuck, wie er ist, auch wenn er stumpf aussieht. Um das Reinigen kümmere ich mich hinterher.
Genauso gilt: nicht vorsortieren. Wer den Nachlass nach Gold, Silber und Rest aufteilt, gibt oft die Hälfte des Werts in die Restkiste, weil das gute Stück nicht glänzt.
Es gibt drei übliche Wege, und alle drei haben einen Haken. Der Ankauf nach Gewicht zahlt für das Metall, und das ist bei Modeschmuck fast nichts. Die Verkaufsplattform verlangt, dass Sie selbst wissen, was Sie haben, jedes Stück fotografieren, beschreiben, verschicken und mit Fremden verhandeln. Das Auktionshaus nimmt nur Namen, die es schon kennt, und nur ab einem Umfang, den ein einzelnes Collier selten erreicht.
Der vierte Weg ist meiner: ich sehe mir alles an, sage, was es ist, und mache ein Angebot für das, was passt. Für den Rest nenne ich den Weg, der besser ist.
Nichts, solange Sie nicht verkaufen. Sichtung, Einordnung und die Zahl mit Begründung sind mein Angebot, nicht Ihre Verpflichtung. Was ich zahle, hängt am Namen, an der Zeit, am Zustand und daran, ob es für das Stück gerade Sammler gibt. Das weiß ich erst nach dem Hinsehen, deshalb nenne ich vorher keine Spanne und keine Zahl.
Schmuck passt in jede Handtasche, deshalb bringen ihn die meisten selbst in mein Ladenlokal in der Nerostraße 10 in Wiesbaden. Liegt er in einem Nachlass oder einer Wohnung, die aufgelöst wird, komme ich hin, im Rhein Main Gebiet bis etwa 120 Kilometer: nach Offenbach, Hanau und Aschaffenburg, nach Mainz und Bingen, den Rhein hinauf bis Worms. Möbel und Leuchten aus demselben Haushalt lade ich dann gleich ins eigene Fahrzeug.
Was ich ankaufe, liegt danach in der Nerostraße, neben Leuchten, Möbeln und Kunst aus derselben Zeit. Die Galerie zeigt den Raum, und wie ich Schmuck zeige: einzeln auf dem Tablett, nicht in einer Schütte.
Was ich ankaufe, liegt danach in der Nerostraße, neben Leuchten, Möbeln und Kunst aus derselben Zeit. Die Galerie zeigt den Raum, und wie ich Schmuck zeige: einzeln auf dem Tablett, nicht in einer Schütte.





Ja, wenn die Verarbeitung stimmt. Viele gute Stücke aus den fünfziger und sechziger Jahren tragen keinen Namen, weil die Werkstätten für Modehäuser gearbeitet haben, ohne selbst zu signieren. Fassung, Steine, Verschluss und das Gewicht in der Hand sagen mir, ob ein Stück gemacht wurde oder nur produziert.
Schicken Sie ihn trotzdem mit. Ein fehlender Stein senkt den Wert, er löscht ihn nicht, und bei manchen Stücken lässt er sich passend ersetzen. Wichtig ist, dass Sie ihn nicht selbst ersetzen lassen: ein falscher Stein fällt jedem Sammler auf und kostet mehr, als er rettet.
Oft ja. Der Wert von Modeschmuck hängt nicht an der Menge, sondern an einzelnen Stücken. Eine einzige Brosche eines Pariser Hauses kann mehr zählen als der Rest der Schachtel zusammen. Zwei Fotos kosten Sie fünf Minuten, und danach wissen Sie es.
Nein. Für die Einschätzung genügen Fotos, für die Übergabe kommen Sie vorbei, oder ich hole den Schmuck im Rhein Main Gebiet ab, meist zusammen mit anderen Stücken aus dem Haushalt. Wer ihn mir lieber persönlich zeigen möchte, kommt zu den Öffnungszeiten in die Nerostraße oder vereinbart einen Termin.
Schicken Sie mir zwei Bilder, eines von der Schauseite und eines vom Verschluss, und schreiben Sie dazu, woher der Schmuck stammt, soweit Sie es wissen. Die Antwort kommt von mir persönlich. Sie erreichen mich telefonisch oder per WhatsApp unter +49 176 227 902 14, das Formular finden Sie auf der Kontaktseite.
Was der Begriff genau umfasst und woran man Epochen erkennt, steht im Glossar unter Modeschmuck, kurz und ohne Verkaufsabsicht.